Containerhead

Schon wieder eine neue Band aus Regensburg. Und wieder die üblichen Verdächtigen. Sieben Namen, die man kennt aus großartigen Bands wie Jenny Lund, Beige GT, The Happy End, Sir Simon Battle, Mason Dixon Line, Godspeed Bugkiller, The Trashing Days undsoweiterundsofort.
Als würden diese Leute nicht alle schon genug Musik machen. Einfache Frage: Braucht’s das? Einfache Antwort: ja.
Wie bei fast allen „neuen“ Bands aus diesem Dunstkreis macht das hier vom ersten Ton an wieder mal alles Sinn. Regensburg entwickelt sich langsam aber sicher zum Montreal Deutschlands. Musikalisch gelenkt von einem Kollektiv von Leuten, deren musikalische Bandbreite und Liebe zu den Tönen mit nur einer Band eben nicht zu befriedigen ist. Deshalb klingen Containerhead auch nicht nach einem Nebenprojekt.
Im Gegenteil: Containerhead klingen wie die Band, die man zufällig bei einem Freund im Auto hört und sofort wissen will, was das ist. Sie klingen nach der Band, die man verkatert aus der Ferne auf einem Festival hört. Und wegen der man sich – obwohl man wirklich keinen Bock mehr auf Musik hat – zur Bühne schleppt, um danach eine neue Lieblingsband zu haben. (siehe Konzerttermin)
Ich gebe gerne zu: ich habe lange Zeit gebraucht, um Tortoise zu mögen und es haben mich in meinem bisherigen Leben nicht allzu viele Instrumental – oder Postrockbands wirklich begeistert. Mogwai wären da vielleicht zu nennen. Sigur Ròs, die früher ja auch deutlich weniger gesungen haben. Explosions In The Sky. Godspeed You! Black Emperor auch noch. Aber sonst? Da hörts eigentlich auch schon auf. Viel zu verkopft und unmusikalisch war mir, dem Popkid, das meiste. Zu gewollt und verkrampft.
Aber Containerhead begeistern mich. Das wirkt alles so leicht. So liebevoll. So unübertrieben. Ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Ohne große Geste, aber mit überirdisch großer Liebe zur Musik.
Es wird Schwierigkeiten machen zu beschreiben, was man da Großes auf den Ohren hat.
Also lassen wir’s einfach hierbei: Regensburg hat eine neue Band. Eine der besten.

Laury Reichart, Juli 2010

Pressematerial findet Ihr unter “Press”. Das Kennwort gibt’s auf Anfrage.

In the “Press”-section you will get pictures, Songs, etc… just send uns a mail and you will get the access code.

Leave a Reply